Lebensdrehbuch

Miriam Falkenberg

Freifrau für neue Gedanken und Taten – Freundin schöner Götterfunken – Gratwanderin – Heimatenverbindende – Herzbluthingebende – Lebensverliebte – Schöpfungsanbeterin – Sprachjongleurin – Theaterlust-Infizierte – Traum-Tänzerin – Wortschleiferin

 

Geboren am 28.2.1974 in Köln.
Unbeschwerte Kindheit behütet und frei zugleich im Rheinland, zwischen Kletterbäumen, Küche, Kirchen, Turnhallen, Musik, Freundinnen, Bruder, Eltern, Großfamilie.
Erste Geschichten und Brieffreundschaften ab 2. Klasse, Amateurtheater.

1986: „Migration“ nach Bayern mit Kulturschock.
Ende der Kindheit.
Jugend mit neuem Ernst und neuen langlebigen Freundschaften zwischen kirchen-und entwicklungspolitischem Engagement, Taizebewegung, Musik, Literaturkreis und ersten Liebesbeziehungen zu Männern und Frauen.
Erste Gedichte.

1995: Nach dem Abi Reifejahr in einem aufstrebenden Armenviertel am Fuße der Anden in Argentinien.
Berührungspunkte mit Theologie der Befreiung.

1996: Studium der Sozialpädagogik im Klosterdorf Benediktbeuern und in Nürnberg.
Freiraum für Gedichte, Natur, Kleinkunst, Freundschaften, Beziehungen, Praktika, Jobs, Reisen.

2000: Beginn des Arbeitslebens im Rahmen von Jugendhilfe mit Kindern und Familien.
Erste glückliche Liebe als Beginn einer Langzeitpartnerinnenschaft.
Spirituelle Heimat werden eine ökumenische Basisgemeinde in München, eine evangelische Innenstadtgemeinde sowie verschiedene Klöster.

2004 Berufsbegleitende Ausbildung zur Theaterpädagogin in Heidelberg, diverse kleine Theaterprojekte und Schreibwerkstätten.
Suchen, Finden und Gründen einer Regenbogenfamilie.

Geburt unserer Tochter Frida 2012.

Seit 2012 Lebensschwerpunkte auf Familie, Arbeit, Dichten, Garten.
Offenheit für kleine freiberufliche Projekte (Schreiben und Theater).

  • Die Sehnsucht nach einem Leben in Fülle.
  • Die Liebe in all ihren Daseinsformen.
  • Die Schönheit der Schöpfung, von Natur, Mensch, Pflanzen, Elementen, des Kosmos.
  • Die Würde jedes Menschen, egal was er tut oder nicht tut und wo er steht oder kauert in der Gesellschaft.
  • „Gott suchen in allen Dingen“ (Ignatius v. Loyola)), auch „zwischen den Kochtöpfen“ (Theresa v. Avila).
  • Vertrauen in eine göttliche Führung und Fügung und der Glaube an eine unerhörte Verheißung für einen neuen Himmel und eine neue Erde. Diese Verheißung verstehe ich als ein Leben für alle Lebewesen in Frieden und Gerechtigkeit.
  • Der Wunsch, zu dieser Verheißung einen Funken beizutragen durch mein Dasein und mein Dazutun.
  • Der Glaube an die Fähigkeit des Menschen sich verwandeln und verändern lassen zu können.
  • Das Vertrauen darauf, nicht alles alleine tun zu müssen und Fehler machen zu dürfen.
  • Der Mut, sich den Talfahrten des Lebens zu stellen, ohne diese mit dem Leben selber zu verwechseln.
    Mein Leben läuft nicht glatt und gradlinig.
    Mein Ringen gilt immer wieder meinen engen Grenzen. Diese sind gleichzeitig Quelle meiner Inspiration: Ich wachse kreativ um sie herum.
    Ich reibe mich an der Verschiedenartigkeit der Welten, in denen ich mich beheimatet fühle.
    Ich reibe mich an der Unfertigkeit und Erlösungsbedürftigkeit dieser Welt.

Dass ich noch viel mehr Zeit dem Schreiben widmen kann.
Die Zeiten des Dichtens sind für mich heile Zeiten, in denen ich ganz bin – ganz bei mir und ganz als Mensch.

Ich wünsche mir dafür, dass meine Gedichte noch mehr „Landeplätze“ finden, dass sich viele Menschen mit ihren Gefühlen und Erfahrungen in ihnen wieder-finden.

In Beziehungen
Zu meinen Lieblingsmenschen, zu meinen Mitmenschen, zu Gott, zu meinen KlientInnen, zur Natur, zu mir selbst und zur Welt, wie ich sie erfahre, in ihrer Schönheit und Zerrissenheit.

In Kreativität
Ein Herzstück von Kreativität ist für mich das Schreiben und ein Herzstück des Schreibens ist für mich das Dichten.
Dichten heißt für mich, Leben – Erfahrungen, Erlebnisse, Gefühle – zu ver-dichten.
Zu versuchen, aus der Flut innerer und äußerer Bilder Worte herauszufiltern, die ein zentrales Erlebnis oder Anliegen beschreiben.

Basis für den kreativen Schaffensprozess ist ein Grundtalent – in meinem Fall wurde es mir über (mindestens) zwei Generationen mütterlicherseits vererbt – das mit Handwerk (Übung, Wissen, Fleiß) Hand in Hand geht.
Dichten ist für mich nichts anderes als Bildhauen auf Papier.

Wenn Muße (im Sinne einer totalen Sammlung und Präsenz, einer Durchlässigkeit für „die Muse“) und ein starkes inneres Erleben (schön oder schwierig) zusammenkommen, bin ich im Flow.
Ein Gedicht schreibt sich mir dann zu.

Mascha Kaleko hat das wunderbar formuliert:
„Mein schönstes Gedicht ? Ich schrieb es nicht. Aus tiefsten Tiefen stieg es. Ich schwieg es.“